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Der Wellensittich
Wellensittiche stammen aus Australien und gehören zur Familie der „Eigentlichen Papageien". Sie leben dort in Kolonien von bis zu 1000 Tieren und bilden innerhalb der Kolonie Paare. In der freien Natur überwiegt die Farbe grün, es sind aber unterschiedlichste Farbschläge wie gelb, blau, grau oder Mehrfarbigkeiten möglich.

Haltung
Wellensittiche werden in Europa seit 1840 als Ziervögel gehalten und sind heute die vermutlich am häufigsten gehaltene Papageienart weltweit.
Einzeln gehaltene Tiere können zwar sehr zahm werden, aber für ein optimales Wohlbefinden ist mindestens ein zweiter Wellensittich als Sozialpartner notwendig.

Käfigstandort
Ein ruhiger, windgeschützter, heller Standort ist ideal. Direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft sollten vermieden werden. Achten Sie darauf, dass eine Käfigseite an einer Wand steht, die den Vögeln Schutz bietet.
Der Käfig sollte ausreichend Platz und viele Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Am besten verwendet man frische und unterschiedlich dicke Äste von ungespritzten Obstbäumen oder Weiden. Die Äste gründlich mit heißem Wasser abbürsten und häufig erneuern. Kleine Knospen an den Zweigen dienen als Futter und Beschäftigung.

Alternativ können Naturholz- oder Tau-Sitzstangen verwendet werden. Zur Beschäftigung eignen sich Spielplätze aus Naturholz, Klettergerüste oder Schaukeln sowie Spielzeuge aus Sisal, Holz oder Kunststoff.

Viele Wellensittiche baden gern. In der Natur benetzen sie ihr Gefieder im nassen Gras oder Gebüsch. Hier eignet sich ein Badehäuschen oder eine bereitgestellte Schale mit lauwarmen Wasser.

Freiflug
Gerade wenn Wellensittiche nicht in einer Voliere gehalten werden brauchen sie viel Bewegung. Täglicher Freiflug ist ideal und sollte möglichst unter Aufsicht erfolgen.
Zunächst kann man die Tiere an einen Raum gewöhnen wobei auf Gefahrenquellen wie Glasscheiben, Gardinenschnüre sowie der Kontakt mit giftigen Pflanzen (z. B. Efeu, Farn, Weihnachtsstern), Lebensmitteln (Avocado) oder Gegenständen (Bleistifte, alte Farben) sorgfältig zu achten ist.

Fütterung
Als Grundfutter geben Sie Ihrem Wellensittichen handelsübliche Saatenmischungen bestehend aus Hirse-, Hanf- und Leinsamen sowie Hafer, angereichert mit Jod.
Zur Deckung des Vitaminbedarfs können Sie frisches Gemüse (z. B. Möhrenkraut, Spinat, Gurke, Salat), Wildkräuter (Vogelmiere, Löwenzahn) und  frisches Obst (z.B. Apfel, Banane, Weintrauben, Beeren usw.) oder Keimfutter anbieten.
Eine Sepiaschale oder ein Kalkstein bieten Ihrem Wellensittich eine zusätzliche Quelle für Calcium und unterstützen die Schnabelpflege.

Futter und Wasser bleiben unverschmutzt wenn eine Tränke bzw. Futterspender verwendet und von außen am Käfig befestigt wird.