Der Zebrafink
Zebrafinken sind die am häufigsten gehaltenen Prachtfinken in Deutschland. Die ursprünglich aus Australien stammenden Vögel sind sehr gesellig und sollten nicht alleine gehalten werden. Möglich ist die Haltung von gleich- oder gemischtgeschlechtlichen Pärchen und Gruppen. Da die Tiere sich zu Paaren zusammenschließen, sollte die Anzahl der gehaltenen Zebrafinken stets gerade sein. Bei gemeinsamer Haltung von Männchen und Weibchen ist auf ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis zu achten.
Die bewegungsfreudigen Finken benötigen viel Platz. Am besten aufgehoben sind sie in einer geräumigen Voliere oder einem großen Käfig. Neben Näpfen oder Spendern für Futter und Wasser sollte der Käfig mit Sitzstangen und Seilen in verschiedenen Stärken ausgestattet werden.
Viel Beschäftigung ist wichtig für die aktiven Tiere. Hier eignen sich Schaukeln, Leitern, Klettergerüste oder Spielplätze. Auch Badehäuser sind bei den meisten Zebrafinken sehr beliebt.
Als Besitzer von Männchen und Weibchen sollten Sie sich bewusst sein: Familiengründung ist für Zebrafinken das Ein und Alles. Ist Nachwuchs erwünscht, werden Nistkästen oder Nester dankend angenommen. Auch das richtige Nistmaterial darf nicht fehlen. Nachdem der Hahn ein Nest ausgepolstert hat und es die Zustimmung der Henne gefunden hat, legt sie innerhalb weniger Tage etwa 5 Eier. Nach 10–12 Tagen schlüpfen die Küken.
Die Vögel sollten regelmäßig einen Zyklus von Nisten und Brüten durchlaufen, auch wenn Sie nicht züchten möchten. In diesem Fall sind die Eier gegen Imitate aus Kunststoff auszutauschen. Diese werden in der Regel problemlos von den Vögeln akzeptiert. Das Nest wird dann nach einigen Wochen aufgegeben.
Zwischen diesen Brutperioden empfiehlt es sich, reine Körnermischungen (ohne Ei- und andere Zusätze) zu füttern und auch die Gabe von Grünfutter stark zu reduzieren. Nester und Nistmaterial sollten entfernt werden, um den Finken klarzumachen, dass sich diese „Dürreperiode“ nicht zum Nisten eignet. Mineralische Nahrungsergänzungen wie z.B. Sepiaschalen oder Vogelgrit sind weiterhin erlaubt und wichtig für Verdauung und Schnabelpflege.







