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15.01.2016
NABU fordert Einschränkung des Wildtierhandels
Der NABU begrüßt den Schritt der US-Behörden, ein einstweiliges Importverbot für Salamander und Molche durchzusetzen und fordert auch die deutsche Regierung zum Handeln auf.

NABU fordert Einschränkung des Wildtierhandels

Der NABU begrüßt den Schritt der US-Behörden, ein einstweiliges Importverbot für Salamander und Molche durchzusetzen und fordert auch die deutsche Regierung zum Handeln auf. “Wenn sich schon das ,Mutterland des Freihandels’ zum Schutz ihrer Ökosysteme zu so weitreichenden Handelsbeschränkungen gezwungen sieht, sollte die Bundesregierung nachziehen und endlich einen ‘sauberen Tierhandel’ umsetzen”, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der NABU fordert, das im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom November 2013 vereinbarte Verbot von Wildtierimporten in die EU sowie gewerblichen Tierbörsen mit Exoten endlich umzusetzen. Unter einem “sauberen Tierhandel” versteht der NABU, dass künftig nur noch nachgewiesen gesunde, einzeln unter Quarantänebedingungen gehaltene und transportierte Tiere gehandelt werden dürfen. Dies schließe Massenimporte von Wildtieren, Gemeinschaftshaltung beim Händler und den Handel auf privaten Tierbörsen und -messen aus und die intensive veterinärmedizinische Behandlung einschließlich prophylaktischer Maßnahmen ein.

Die US-Regierung verhängte ihr Importverbot nach eigenen Aussagen, um eine Ausbreitung des Hautpilzes Batrachochytridium salamandrivorans, besser bekannt als “Salamanderfresser”, in ihre Ökosysteme zu verhindern. Der Salamanderfresser ist ein besonders aggressiver Keim. Entdeckt wurde der ursprünglich offenbar aus Asien stammende Pilz nach Massensterben von Feuersalamandern in den Niederlanden und Belgien. Zwischenzeitlich ist er aber auch in Großbritannien und Deutschland nachgewiesen worden.

Quelle: NABU