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29.07.2016
Kaninchenseuche breitet sich wieder aus!
Die Kaninchenseuche RHD2 hat in den vergangenen Monaten zahlreichen Kaninchen das Leben gekostet hat. Das Virus ist eine neue, sehr aggressive Variante der Chinaseuche RHD.

Kaninchenseuche breitet sich wieder aus

Das Friedrich-Löffler-Institut hat inzwischen eine bundesweite Ausbreitung der Krankheit bestätigt. „Infizierte Kaninchen sterben in der Regel sehr schnell ohne zuvor Krankheitszeichen zu zeigen“, betont Tierarzt Dr. Fabian von Manteuffel, ZZF-Online-Tierpraxis. Symptome können Fressunlust, Apathie, erschwerte oder beschleunigte Atmung mit Blut vor dem Mäulchen sowie teilweise Fieber sein. Das Virus wird in erster Linie durch direkten Kontakt übertragen, eine Ansteckung ist jedoch auch über Personen, Futter, Gerätschaften, Transportkäfige sowie über indirekte Kontakte auf Ausstellungen und passive Übertragung durch Insekten möglich.

Der ZZF empfiehlt, beim Ankauf von Kaninchen unbedingt darauf zu achten, dass die Tiere gegen das Virus geimpft sind. Die aktuelle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission finden Sie hier.  

Zusätzlich zur Impfung sollten Zoofachhändler und Züchter Tiere, die neu in den Bestand kommen, zunächst in einem Quarantänebereich unterbringen. Außerdem ist Hygiene wichtig. Ist das Virus ausgebrochen, sind Reinigung, Desinfektion und die sichere Beseitigung von möglichem infektiösem Material unerlässlich, um eine Weiterverbreitung einzudämmen. Betroffene Händler fragen am besten ihren Tierarzt nach Desinfektionsmitteln, die zur Virenbeseitigung geeignet sind.

Weitere Infos.

Quelle: ZZA/Friedrich-Löffler-Institut