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07.10.2016
Findet Dorie: Im Kino anschauen ja – aber bitte nicht fürs Aquarium!
Die Fortsetzung des Animationsklassikers „Findet Nemo" kommt in die Kinos: "Findet Dorie!" Tierschützer befürchten einen Doktorfisch-Boom.

Paletten-Doktorfische sind nichts für das heimische Aquarium!

Sie spricht Walisch, ist blau und fürchterlich vergesslich – Dorie. Der wunderbar komische Paletten-Doktorfisch aus dem erfolgreichen Animationsklassiker „Findet Nemo" kommt nun mit einer Fortsetzung in die Kinos: "Findet Dorie!"

Doch Tierschützer befürchten, dass ähnlich wie vor 13 Jahren bei dem Clownfisch Nemo, die Nachfrage nach Paletten-Doktorfischen deutlich steigen wird. Für die Korallenfische kann das schlimme Folgen haben.

Die Heimat der blauen Tropenfische ist der Pazifik. Für deren Haltung kann also nur ein Meerwasseraquarium verwendet werden und das ist nicht nur viel teurer als ein Süßwasseraquarium, es setzt auch einen sehr hohen Kontroll- und Regulierungsaufwand voraus. Nichts für Anfänger!

Wie fast 90 % aller Meerwasserfische sind auch „Dories” nicht als Nachzucht erhältlich, denn ihre Vermehrung ist schon im Meer hochkompliziert. Diese Fischart wird in der Wildnis gefangen und dann weiter verkauft. Fänger setzen hochgiftiges Zyankali ein, das die Tiere eigentlich nur betäuben soll. Häufig ist die Dosis aber so hoch, dass viele Rifftiere und ganze Riffe vernichtet werden. Und mit ihnen auch die Paletten-Doktorfische.

Damit es nicht nur im Kino ein Happy End gibt sollten sich Eltern dringend informieren und ihren Kindern erklären warum die Haltung von Nemo, Dorie & Co. nichts für das heimische Aquarium ist.