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Artgerechtes Hamstergehege
Einstreu, Laufrad, Futternapf - Alles was ein artgerechtes Hamstergehege ausmacht:

Das artgerechte Hamstergehege

Aktiver Nachtschwärmer sucht großzügige Single-Wohnung

Bewegung ist das Grundbedürfnis schlechthin von Goldhamstern. Ihre wilden Verwandten legen bei der nächtlichen Futtersuche oft mehrere Kilometer zurück. Und auch in menschlicher Obhut fühlen sich die kleinen Nachtschwärmer nur dann richtig wohl, wenn sie ihren Bewegungsdrang stillen und weitere artspezifische Verhaltensweisen ausleben können.

Die Grundvoraussetzung für ein artgerechtes Hamsterheim ist eine angemessene Gehegegröße. „Obwohl Gold- und Zwerghamster sehr klein sind, brauchen sie viel Platz. Mindestens 120 × 80 Zentimeter sollten es sein“, so Claudia Toll, Ratgeber-Autorin für Hamsterthemen. Ebenso wichtig ist eine Einrichtung, die die Bedürfnisse der Tiere berücksichtigt und ihnen Abwechslung bietet. Folgendes sollte also in keinem Hamstergehege fehlen:

Laufrad – Laufräder werden von Hamstern gern genutzt, da sie ihnen die Möglichkeit geben, sich ausgiebig zu bewegen. Empfehlenswert ist ein Durchmesser von mindestens 20 bis 25 Zentimetern für einen Zwerghamster sowie von 30 Zentimetern für einen Goldhamster. Ebenso wichtig ist, dass das Laufrad über eine geschlossene Lauffläche verfügt und dass die Seite mit der Achse geschlossen ist. Sonst könnte das Tier eingeklemmt werden und sich verletzen.

Einstreu – Goldhamster sind Meister im Anlegen unterirdischer Gänge, Futter- und Schlafkammern. Dort verbringen sie den größten Teil des Tages. „Hamsterhalter sollten ihren Schützlingen eine durchgehende Einstreutiefe von 25 Zentimetern oder mehr bieten“, sagt Toll. „Die Streu an sich sollte möglichst staubarm sein. Für mehr Stabilität beim Bau von Gängen kann zudem Heu beigemischt werden.“ Wichtig: Damit die kleinen Wühlmeister die Einrichtung nicht aus Versehen zum Einsturz bringen, sollte sie gegen Unterbuddeln geschützt werden. Das heißt, sie muss sicher auf einem festen Untergrund stehen.

Schlafhaus – Hamster richten sich gern Räume für verschiedene Tätigkeiten ein, wie zum Beispiel eine Schlaf- und eine Futterkammer. Deshalb eignen sich besonders Häuser mit mehreren Kammern. Auch ein abnehmbares Dach ist sinnvoll, da Tierhalter das Haus so reinigen können, ohne den Innenausbau zu beschädigen. Ebenfalls wichtig ist ein großer Eingang, durch den das Tier auch mit vollen Backentaschen unbeschadet hinein oder hinaus gelangt. Und eineHamstertoilette erleichtert nicht nur die Reinigung des Geheges, sondern wird auch gern genutzt. „Dazu einfach ein kleines Gefäß aus Keramik oder Glas mit Chinchillasand befüllen und in einer Ecke des Geheges platzieren“, rät Toll.

Sandbad – Ohne Sandbad kommt kein Hamster aus. Die Vorlieben der einzelnen Arten sind jedoch verschieden. Goldhamster bevorzugen einen tiefen Sandbereich, in dem sie graben und dabei ihre Krallen abwetzen können. Zwerghamster wälzen sich gern im Sand und reinigen so ihr Fell. Und der Roborowski-Zwerghamster, von Natur aus ein Wüstenbewohner, braucht besonders weitläufige Sandbereiche, mindestens ein Drittel des gesamten Geheges. Wichtig ist grundsätzlich, dass der Sand abgerundete Körner hat, damit die zarten Hamsterpfoten keine Verletzungen davontragen.

Quelle: IVH