> Heimtier-Welt > Ratgeber
Ernährungsbedingte Erkrankungen
Ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium, Phosphor und VitaminD3 schützt vor Krankheiten.

Calcium- und Vitaminversorgung von Reptilien und Amphibien

Erkrankungen der Knochen durch Störungen des Calciumstoffwechsels zählen zu den häufigsten ernährungsbedingten Erkrankungen bei Reptilien. 
Bei der Versorgung von Reptilien mit Mineralstoffen ist allerdings nicht allein der Gehalt an Calcium in der Ration entscheidend, sondern vielmehr ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium und Phosphor in der Nahrung sowie eine ausreichende Bereitstellung von VitaminD3 notwendig.

Störungen des Calciumhaushaltes im Körper können einerseits primär durch eine falsche Versorgung oder auch sekundär als Folge einer Organerkrankung (z.B. Niere) entstehen. 

Der Einbau von Calcium in den Knochen sorgt für die Festigkeit des Skelettes.

Für die Nutzung des mit der Nahrung aufgenommenen Calciums ist VitaminD3 Voraussetzung. Es ermöglicht die Resorption des Calciums aus dem Darmtrakt. VitaminD3 liegt allerdings nicht in der „gebrauchsfertigen“ Form in den Grundnahrungsmitteln vor. Für die Bereitstellung des nutzbaren Vitamins ist UV-Strahlung notwendig. Der VitaminD3-Gehalt in der Trockensubstanz der Ration sollte zwischen 500 und 1000IE/kg betragen, wobei die herbivoren Arten den höheren Bedarf haben.

Der optimale Gehalt an Calcium in der Nahrung liegt bei 0,5-1,0% in der Trockensubstanz, der des Phosphors bei 0,4-0,9%. Entscheidend ist allerdings nicht der absolute Gehalt dieser Mineralien im Futter, sondern das Verhältnis beider zueinander.

Das optimale Calcium-Phosphor-Verhältnis in der Ration liegt zwischen 1:1 und 2:1. Stimmt dieses Verhältnis nicht, so wird im Körper eine hormonelle Reaktion ausgelöst, die entweder die Ausscheidung der Mineralstoffe aus dem Körper anregt und/oder diese Mineralstoffe vermehrt aus dem Knochen freisetzt.

Ein falsche Versorgung von jungen Reptilien mit Calcium/Phosphor/VitaminD3 führt zum Krankheitsbild der Rachitis. Bei dieser Erkrankung ist die Knochenreifung unvollständig. Der zunächst weiche Knochen wird im Normalfall durch die Einlagerung von Calcium fest (Kalzifizierung). Bei einer Rachitis kommt es durch einen Mangel an VitaminD3 und Calciummangel zu einer „Knochenweiche“. Typische Symptome sind eine vermehrte Biegsamkeit der Knochen, welche oft zuerst am Kopf auffällt (sog. „Gummikiefer“). 

Die TRIXIE-Reptiland Produktserie bietet ein breites Spektrum an Präparaten zur Calcium- und Vitaminversorgung von Reptilien und Amphibien.

Der Vitamin-/Mineralstoffkomplex für herbivore Reptilen, bietet in der Zusammensetzung bereits das optimale Calcium-Phosphor-Verhältnis von 2:1.

-----------

(Quelle: M.Fehr, L. Sassenburg, P. Zwart: Krankheiten der Heimtiere; Verlag Schlütersche; 6.Aufl. L.Ackermann: Atlas der Reptilienkrankheiten, bede-Verlag;1.Aufl.)