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Tierische Katzen-Launen
Gute Laune - schlechte Laune? So erkennen Sie die Stimmung Ihrer Katze:

Woran erkennen Sie die Stimmung Ihrer Katze?

Die Katze kommt auf den Schoß geklettert, schnurrt laut und lässt sich genüsslich kraulen. Ganz plötzlich aber schlägt sie mit ausgefahrenen Krallen nach der Streichelhand – dabei hat sich doch nichts verändert, oder doch?
Sie haben offenbar nicht bemerkt, dass bei Ihrer Katze die Stimmung umgeschlagen ist. Das kann schnell passieren – bei einem Tier, das seine Umwelt mit wachen Sinnen wahrnimmt, genügt dazu oft schon eine kleine Irritation wie zum Beispiel ein unangenehmes Geräusch oder eine unwillkommene Berührung.

Wer mit seiner Samtpfote schmust, sollte ihr also nicht nur Streicheleinheiten schenken, sondern auch seine volle Aufmerksamkeit. Denn wenn ihre Stimmung sich ändert, teilt sie uns das mit eindeutigen und durchaus schmerzhaften Signalen mit. Zeit also, die Hände wegzunehmen und dem Tier den Rückzug zu gestatten.

Ob Schmusestimmung oder Angriffslust, Angst oder Übermut, Ausgeglichenheit, Behaglichkeit oder Ärger – an den Stimmungsbarometern der Katze lässt sich einiges ablesen:

Der Schwanz

Eine ausgeglichene Katze lässt ihn lässig hängen. Steil hochgereckt trägt sie ihn, wenn sie ausgesprochen guter Dinge ist: etwa bei der Begrüßung ihres Menschen oder befreundeter Artgenossen. Mit hochgestelltem Schwanz fordert sie auch zum Nachfolgen auf, manchmal auch zum übermütigen Spiel. Eine zuckende Schwanzspitze hingegen signalisiert Erregung, auch Unschlüssigkeit und Anspannung. Heftiges Schwanzwedeln ist oft ein Zeichen für ärgerliche Erregung, die schnell in einen Angriff münden kann. Der zur Flaschenbürste aufgeplusterte Schwanz (in Verbindung mit dem berühmten Katzenbuckel und gesträubtem Rückenfell) zeigt, dass die Katze zwischen Angst und Angriffslust hin- und her gerissen ist.

Die Ohren

Ausgeglichene Katzen halten die Ohren steif. Sind die Ohrmuscheln leicht nach vorn gestellt, spricht das für Aufmerksamkeit und Unternehmungslust, drehen sie sich zur Seite, für beginnende Verärgerung, die sich steigert, je stärker die Ohren „spielen“. Nach hinten eingeknickte und herabgezogene Ohren zeigen Angst an, flach angelegte Bereitschaft zum Abwehrkampf.

Die Schnurrhaare

Ruhig, behaglich und zufrieden fühlt sich die Katze, wenn ihre Schnurrhaare nur leicht gespreizt und zur Seite ausgerichtet sind. Eng ans Gesicht angelegte Tasthaare dagegen sprechen für Ängstlichkeit. Ist der Bart weit aufgefächert, spricht das für Unternehmungslust und gesteigerte Aufmerksamkeit.

Quelle: IVH


Die Augen

Entspannung und Wohlbehagen zeigt die Katze mit halb geschlossenen Augen an – ihr Blick geht gewissermaßen nach innen. Auch der ruhige, unbeirrbare Blick mit normal geöffneten Augen spricht für eine ausgeglichene Katze. Gelegentliches Blinzeln darf man als Lächeln deuten.
Kneift die Katze dagegen ihre Augen so zusammen, dass die helle Unterlidmarkierung in der entstandenen Falte verschwindet, ist Ärger im Anzug, oft wird diese Grimasse auch von einem kräftigen Fauchen begleitet. Die Pupillen reagieren nicht nur auf Lichteinfall, sondern können auch etwas über die Stimmung verraten: Eine von Angst beherrschte Katze zeigt auch bei hellem Licht große Pupillen, Angriffslust und Anspannung können auch bei schwacher Beleuchtung die Pupillen verengen.

Mit ein wenig Übung lassen sich Miezes Signale gut lesen. Und das kommt der Beziehung zwischen Mensch und Tier sehr zugute.